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Reiseapotheke

  • Desinfektionsmittel: Ein Fläschchen 70-prozentiger Alkohol, Jod, Povidon-Jod oder steril verpackte Alkoholtupfer. Besonders bei hohen Temperaturen und in Ländern, in denen hohe Gefahr für Infektionskrankheiten besteht, sollten kleinere Wunden umgehend desinfiziert werden.
  • Brand- und Wundheilsalbe: Bei Schnittwunden oder Splittern kann sich die Haut entzünden trotz Desinfektion. Etwas Wundheilsalbe, am besten über Nacht auf die rötlichen Stellen aufgetragen, lindert und desinfiziert zusätzlich.
  • Schmerzmittel: Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder das etwas stärker wirksame Ibuprofen helfen gegen Schmerzen (z.B. Kopf- oder Wundschmerzen) und bei Entzündungen und erhöhte Körpertemperatur oder Fieber.
  • Breitbandantibiotikum: Antibiotika sind verschreibungspflichtig und sollten nur, wenn es unbedingt nötig ist, eingenommen werden. Dennoch empfiehlt sich ihre Mitnahme in der Reiseapotheke, um in akuten Fällen versorgt zu sein. Besser ist es jedoch einen Arzt hierfür aufszusuchen.
  • Antiallergie-Gel (Antihistaminikum): Gegen allergische Reaktionen auf Insektenstiche und zur Behandlung von Sonnenbrand.
  • Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen: Hilfreich gegen Übelkeit und Erbrechen ist Metoclopramid in Tropfen- oder Tablettenform oder Präparate mit Wirkstoffen, welche die Magensäure binden (Antazida). Bei verdorbenem Magen ist es darüber hinaus sehr wichtig, viel zu trinken und nur leichte Kost (Zwieback, Weißbrot) zu sich zu nehmen. Gegen Magenkrämpfe kann Butylscopolaminiumbromid helfen.
  • Mittel gegen Durchfall: Kohletabletten oder Loperamid können gegen Durchfall helfen. Für schwere Durchfälle empfiehlt sich die Mitnahme einer fertigen Elektrolyt-Glukose Mischung aus der Apotheke, die einfach mit Wasser aufzubereiten ist und dem Körper Flüssigkeit und Mineralien zuführt, um Flüssigkeits- (Dehydratation) und Elektolytmangel zu vermeiden.
  • Mittel gegen Reisekrankheit: Reisetabletten mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat können einer Reisekrankheit (Kinetose) vorbeugen. Am besten ist es, die Tabletten etwa eine halbe Stunde vor Fahrtantritt einzunehmen, damit die Erkrankung erst gar nicht entsteht.
  • Hustenlöser: Acetylcystein oder Hydrocodon können gegen leichten Husten helfen. Ein sich festsetzender Husten kann jedoch nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch Komplikationen nach sich ziehen. Daher sollte bei anhaltenden Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden.
  • Nasenspray: Bei starkem Schnupfen ist ein gut wirksames Nasenspray hilfreich, das allerdings nicht zu lange verwendet werden sollte, da sonst die Schleimhäute geschädigt werden können.
  • Spezifische Medikamente: Medikamente, die aus gesundheitlichen Gründen regelmäßig eingenommen werden müssen, z.B. Insulin, Medikamente gegen Bluthochdruck oder die Anti-Baby-Pille, sollten in jedem Fall in ausreichender Menge in der Reiseapotheke mitgenommen werden. Im Urlaubsland sind sie möglicherweise gar nicht oder nur schwer erhältlich. Personen, die unter schweren Allergien leiden, sollten unbedingt an ihre Notfall-Medikamente denken!